Salzburger Domkapellknaben
Die Salzburger Domkapellknaben wurden 1974 von Erzbischof Karl Berg wieder begründet.Sie Umfaßten Knaben zwischen 8 und 14 Jahren. 1997 wurde durch die Zulassung von Mädchen zu Salzburger Domkapellknaben und -mädchen und damit zu einem gemischten Chor. Nachweisen lassen sich die Kapellknaben schon für das 18. Jhd. 476 . Im 16 Jh. findet sich Hanns Man, er war 1534, Leiter der Domsängerknaben (Präbentisten) in Salzburg829. In Salzburg war nach der Säkularisation die erzbischöfliche Kapelle aufgelöst worden und bereits 1812 gab es keine Singknaben mehr. Die kaiserliche Regierung beschloß daher die Einrichtung eines Singknabeninstituts840. Im Jahre 1813 erscheint der Begriff Domsingknaben1291. Das Besondere hier taucht nach derzeitigem Wissensstand das erste mal der Begriff Domsingknaben auf. Für das Jahr 1867 zählt das Domsingknaben-Institut 10 Zöglinge830. Im Jahre 1875 werden per Anzeige "brauchbare Knaben" gesucht1129. Für das Jahr 1877 zählt das Domsingknaben-Institut 16 Schüler.841. Das weiteren sich der Begriff Domsingknaben im Jahre 1886, in ein Bericht, in dem Salzburger Domsingknaben erwähnt werden1290. In einer Anzeige von 1901 sind 3 Sopranstimmen und 2 Altstimmen zur Besetzung ausgeschrieben interessant ist, dass dort auch beschrieben ist, dass die Knaben eine Uniform getragen haben 1130 .
Kapellhaus
Haffnergasse 20
Salzburg
Es sind nicht von allen Chören die Standorte eingetragen. Im wesentlichen aus zwei Gründen, entweder wir haben nur Postfachadressen oder der Standort ist vor allem bei historischen Chören nicht wirklich sinnvoll ermittelbar.
| Namhafte ehemalige Mitglieder: |
Knabenchor im Salzburger Dom 1134
476 Werner Rainer,Anton Cajetan Altgasser, Ein biographischer Beitrag zur Musikgeschichte Salzburgs um die Mitte des 18. Jahrhunderts, in Mitt(h)eilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde – 105., S. 20.
829 Spies, Hermann, Geschichte der Domschule zu Salzburg, in Mitt(h)eilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde – 78, 1938, S. 28 .
830 Verhandlungen der Kaiserlich-Königlichen Statistischen Central-Commision im Jahre 1869, Specielle Lehranstalten, Lehr- und Erziehungs-Anstalten der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder, Wien,1870, S. 26.
840 K.K. Lehrerbildungs-Anstalt (Salzburg), Zweiter Jahresbericht der k k Lehrerbildungs-Anstalt in Salzburg, 1873, Band 2, S. 14.
841 Hrsg. K. K. STATISTISCHEN CENTRAL -COMMISSION, Statistisches Jahrbuch für das Jahr 1876, Wien, 1879, S. 140 V.
1129 Graßmann, Johann, Anzeige: Aufnahme, in: Der Bote für Tirol, Innsbruck, 29.05.1875, S. 893.
1130 Pfisterer, Baltasar, Domsingknaben-Institut, in: Beilage zu den „Neuen Tiroler Stimmen" Nr. 170 Eingesandt., Innsbruck, 27.07.1901, Nr. 170, S. 5.
1134 Kutsch Karl-Josef, Riemens Leo, Großes Sängerlexikon, Band 4, München, 2003, S. 3945.
1290 Fliegende Blätter für Katholische Kirchenmusik, Band 21, Regensburg, 1886, S.7.
1291 o. A., Verzeichniß aller Schüler und Schülerinnen, welche die Volks-Schulen derköniglich-bayerischen Kreishauptstadt Salzburg und ihrer Vorstädte und die mit denselben verbundenen Bildungs-Anstalten besucht haben, Salzburg, 1813, S. 6.